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Historie

Vergangenheit begreifen, Zukunft gestalten

Bereits 1927 führt Rentschler erfolgreich ein Arzneimittel zur Selbstmedikation ein und beginnt 1947 mit der Entwicklung von Impfstoffen gegen bakterielle Erkrankungen. Rentschler bringt seit der Etablierung des eigenen Geschäftsbereichs Biotechnologie im Jahre 1974 mehrere wegweisende biopharmazeutische Produkte zur Marktreife, darunter das weltweit erste Interferonpräparat Fiblaferon®. 1993 werden alle biotechnologischen Aktivitäten in der Rentschler Biotechnologie GmbH zusammengeführt, die seit 1997 ihr über Jahrzehnte erlangtes Wissen in der Entwicklung und Herstellung von biotechnologischen Arzneimitteln anderen Unternehmen als Dienstleistung erfolgreich anbietet.

Die Unternehmensgeschichte geht bis ins Jahr 1872 zurück, als der Apotheker Gottlob Müller in Laupheim eine Apotheke errichtet, die er 1909 an seinen Schwiegersohn, Apotheker Erwin Rentschler sen. übergibt und die bis heute als „7 Schwaben-Apotheke“ im Besitz der Familie Rentschler fortbesteht.

In der Silvesternacht 1923/24 erfindet der Apotheker Dr. Erwin Rentschler jun., Sohn von Erwin Rentschler sen., das Schmerzmittel Melabon®. Im Jahr 1927 setzt er seine Idee von industrieller Fertigung und breiter Vermarktung in die Tat um. Er gründet mit seinem Bruder Dr. Helmut Rentschler die Gesellschaft Dr. Rentschler & Co..

Im Jahre 1947 eröffnet Rentschler ein bakteriologisches und virologisches Institut, in dem über Jahre veterinärmedizinische Impfstoffe hergestellt werden.
Dr. Friedrich E. Rentschler, der 1959 die Geschäftsführung von seinem verstorbenen Vater Erwin übernimmt, entschließt sich 1974, in dieser biotechnologischen Abteilung Interferone zu entwickeln.

Dies führt 1983 zur weltweit ersten Zulassung des natürlichen Interferon-ß-Präparates Fiblaferon®. Heute werden Interferone gegen Multiple Sklerose, Hepatitis und einige Krebsarten eingesetzt. Im Jahr 1989 folgt die erste Zulassung eines rekombinant hergestellten Interferons.

1993 werden alle biotechnologischen Aktivitäten in der Rentschler Biotechnologie GmbH zusammengeführt, die seit 1997 ihr über Jahrzehnte erlangtes Wissen in der Entwicklung und Herstellung von biotechnologischen Arzneimitteln anderen Unternehmen als Dienstleistung erfolgreich anbietet.
Mit Dr. Nikolaus F. Rentschler übernimmt am 1. April 1999 die nunmehr dritte Generation die Geschäftsführung.

In den Jahren 2001 und 2002 wurden durch ein 20-Millionen-Euro-Investitionsprogramm die Kapazitäten verdreifacht und damit die Grundlage für ein weiterhin dynamisches Wachstum des Unternehmens gelegt.

2006 gab Rentschler ein Investitionsprogramm von 50 Millionen Euro zur Erweiterung der Produktionsanlagen bekannt. Seitdem sind zwei neue 500 L Anlagen (Mitte 2007) und eine 2500 L Multi-Prozess-Anlage (Mai 2008) in Betrieb gegangen.

2010 wird die erste 1000 L Disposable Anlage in Betrieb genommen.

Zum aktuellen Zeitpunkt stehen 9 hochmoderne, nach neuestem Stand der Technik ausgestattete Suiten für die GMP-Produktion sowie 3 GMP-Abfülllinien mit derzeit ca. 600 hochqualifizierten Mitarbeitern zur Verfügung. Damit befindet sich Rentschler Biotechnologie weltweit unter den führenden Unternehmen der Branche. Auch künftig wird Rentschler Biotechnologie die Produktionsanlagen weiter ausbauen, um Kapazitäten für neue, anspruchsvolle Aufgaben zu schaffen.

Jahrzehntelange Pharma- und Biotechnologie-Kompetenz

1872 Gründung der 7 Schwaben-Apotheke in Laupheim
1924 Entwicklung des Schmerzmittels Melabon®
1927 Gründung der Dr. Rentschler & Co.,
Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Arzneimitteln
1947 Gründung eines bakteriologischen und virologischen Instituts,
Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Impfstoffen
1974 Schaffung des Unternehmensbereichs „Biotechnologie“
1979 Einführung rekombinanter Zelltechnologien
1983 Weltweit erste Zulassung des natürlichen Interferon-ß-Präparates Fiblaferon®
1986 Patentantrag für die rekombinantes IFN-ß produzierende CHO-Zellinie
Inbetriebnahme einer neuen GMP-Anlage zur Fertigung von rekombinantem IFN-y
1989 Zulassungen für ein rekombinantes IFN-y und ein topisches IFN-ß-Gel
1993 Zusammenführung aller Biotech-Aktivitäten in die neu gegründeten Rentschler Biotechnologie GmbH
1997 Konzentration aller Geschäftsaktivitäten auf integrierte Dienstleistungen für die Entwicklung von biopharmazeutischen Produkten mit Säugerzellkulturen
2000 Wiedererteilung des Patents zu rIFN-ß-Zellinie
2003 Inbetriebnahme neuer Anlagen, Verdreifachung der Produktionskapazitäten
2006 Beginn Ausbauprogramm für die Wirkstoffproduktion (2x 500 L und 1x 2500 L Fermentationslinien)
Gründung des US Unternehmens mit Vertriebsbüro
in New Jersey
Beginn der Fokussierung auf den Unternehmensbereich Biotechnologie, Verkauf des Arzneimittel-Portfolios
2007 Bezug der neuen Labore für Entwicklung und Qualitätskontrolle
Inbetriebnahme von zwei 500 L GMP-Produktionslinien
360 Mitarbeiter
2008 Inbetriebnahme der 2500 L GMP-Produktionslinie
Abschluss der Fokussierung auf den Unternehmensbereich Biotechnologie, Verkauf der Rentschler Pharma
420 Mitarbeiter
2009 Bezug der neuen Gebäude für Logistik und Verwaltung
2010 Inbetriebnahme der ersten 1000 L Disposable Anlage
ca. 600 Mitarbeiter
Geändert: 29.09.2010 © Rentschler Biotechnologie GmbH 2005-2006 | Impressum | Rechtliche Hinweise | Datenschutz